05.10.2015

Alarmierende Zahlen zur Wohnungslosigkeit - Bundesregierung muss handeln

Zu den heute von der BAG-Wohnungslosenhilfe e.V. veröffentlichten Zahlen hinsichtlich der Entwicklung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit erklären Wolfgang Strengmann-Kuhn, Sprecher für Sozialpolitik, und Chris Kühn, Sprecher für Wohnungspolitik: 

Die aktuell vorgelegten Zahlen sind alarmierend. Die Wohnungslosigkeit ist auch in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Besonders dramatisch: Die Zahl derer, die auf der Straße leben müssen, ist um 50 Prozent gestiegen. Die BAG Wohnungslosenhilfe rechnet bis 2018 mit über einer halben Million Wohnungsloser. Dies verdeutlicht einmal mehr die absolute Notwendigkeit einer bundesweit einheitlichen Regelung zur statistischen Erfassung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der BAG Wohnungslosenhilfe: www.bagw.de 

 

Eine solche Statistik kann als Grundlage dienen, um eine nationale Strategie zur Armutsbekämpfung zu entwickeln. Außerdem könnte damit ein ernst gemeintes soziales Wohnbauprogramm geplant und implementiert werden. Die Bundesregierung muss jetzt handeln um der Wohnungsnot und dem Anstieg extremer Armut entschieden entgegenzutreten. Sie ist maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit so massiv gestiegen sind und leider auch in Zukunft weiter steigen werden.